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09. August 2020, Gedenken der Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki

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Hiroshima
(Marie Luise Kaschnitz)

Der den Tod auf Hiroshima warf
Ging ins Kloster, läutet dort die Glocken.
Der den Tod auf Hiroshima warf
Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich.
Der den Tod auf Hiroshima warf
Fiel in Wahnsinn, wehrt Gespenster ab
Hunderttausend, die ihn angehen nächtlich,
Auferstandene aus Staub für ihn.

Nichts von alledem ist wahr.
Erst vor kurzem sah ich ihn
Im Garten seines Hauses vor der Stadt.
Die Hecken waren noch jung und die Rosenbüsche zierlich.
Das wächst nicht so schnell, dass sich einer verbergen könnte
Im Wald des Vergessens. Gut zu sehen war
Das nackte Vorstadthaus, die junge Frau
Die neben ihm stand im Blumenkleid
Das kleine Mädchen an ihrer Hand
Der Knabe, der auf seinem Rücken saß
Und über seinem Kopf die Peitsche schwang.
Sehr gut erkennbar war er selbst
Vierbeinig auf dem Grasplatz, das Gesicht
Verzerrt von Lachen, weil der Photograph
Hinter der Hecke stand, das Auge der Welt.

 

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In Erinnerung an die Atombombenabwürfe am 06. und 09.08.1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki, hat unsere Regionalorganisation Oder-Spree, Blumen am Denkmal für die Opfer des Faschismus in Frankfurt (Oder) niedergelegt. Das Gedenken der Opfer, die durch die menschenverachtende Anwendung der Atombombe durch amerikanische Streitkräfte zu Tode kamen, soll uns Mahnung und Verpflichtung zugleich sein. Die Losung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ muss in Zeiten der verstärkten militärischen Aufrüstung, des zügellosen Säbelrasselns in Europa gegenüber Russland und besonders die Wiederkehr von faschistischen Parteien in Parlamenten und Regierungen verschiedener Länder, weiterhin unser aller gemeinsamer Kampfauftrag sein.

Mit kommunistischen Grüßen aus Frankfurt (Oder), Jens
 

 

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