Internationaler Frauentag – Vor der Feier steht der Kampf
- Details
- Kategorie: Partei
- Veröffentlicht am Sonntag, 08. März 2026 00:20
- Geschrieben von estro
- Zugriffe: 23
„Wir können uns dieses System einfach nicht mehr leisten“, erklärt Friedrich Merz. Doch sein „Wir“ ist nicht unseres. Es ist das „Wir“ der herrschenden Klasse – jener, die den Sozialstaat weiter abbauen, die Krisenlasten auf die Werktätigen abwälzen und Profite sichern wollen.
Unser „Wir“ ist ein anderes. Wir – die Frauen, die Arbeiterinnen, die Mütter, die Pflegerinnen, die Verkäuferinnen, die Erwerbslosen, die Migrantinnen – sind Teil der international ausgebeuteten Arbeiterklasse. Und wir sagen: Dieses System können und wollen wir uns tatsächlich nicht mehr leisten. Denn es beruht auf Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung – und Frauen tragen dabei eine doppelte Last.
Doppelte Ausbeutung: Frauen leisten nicht nur Lohnarbeit – meist schlechter bezahlt, häufiger in Teilzeit und prekären Beschäftigungen. Sie stemmen zugleich den Großteil der gesellschaftlich notwendigen Sorgearbeit: Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Haushaltsarbeit. Milliarden Stunden unbezahlter Care-Arbeit sichern tagtäglich das Funktionieren dieser Gesellschaft – ohne Lohn, ohne ausreichende Anerkennung. Das Kapital spart hier Kosten, indem es die Reproduktionsarbeit ins Private verlagert – und damit überwiegend auf Frauen abwälzt.
Gewalt, Sozialabbau und Entrechtung: Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Hunderttausende werden jährlich Opfer häuslicher Gewalt. Ökonomische Abhängigkeit, steigende Mieten, unsichere Jobs und Sozialabbau verschärfen ihre Lage. Erkämpfte Rechte stehen unter Druck – ob beim Schutz vor Gewalt, bei reproduktiven Rechten oder bei der sozialen Absicherung. Wenn gekürzt wird, trifft es zuerst die sozialen Bereiche, in denen Frauen arbeiten und auf die sie angewiesen sind.
Aufrüstung statt sozialer Sicherheit: Gleichzeitig werden Milliarden für Aufrüstung mobilisiert. Sondervermögen für die Bundeswehr, Kriegsvorbereitung und Militarisierung gelten als „alternativlos“. Für Pflege, Bildung, bezahlbaren Wohnraum und Gesundheitsversorgung hingegen soll angeblich kein Geld da sein. Das ist keine falsche Prioritätensetzung – das ist Klassenpolitik. Der Staat sichert die Interessen des Kapitals nach außen wie nach innen. Bezahlt wird mit Sozialabbau, steigenden Preisen und wachsender Unsicherheit.
9. März: Frauen im Generalstreik
Darum bleibt es nicht bei Worten. Am 9. März treten Frauen weltweit in den Generalstreik. Sie entziehen diesem System ihre Arbeitskraft – in Betrieben, Büros, Pflegeeinrichtungen, Haushalten. Wenn Frauen die Arbeit niederlegen, steht die Welt still. Denn ohne die bezahlte und unbezahlte Arbeit von Frauen läuft nichts.
Dieser Streik macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: Wer diese Gesellschaft tatsächlich trägt – und wer von ihr profitiert.
Frauenkampf ist Klassenkampf
Frauen sind keine Randgruppe. Sie sind die Hälfte der Menschheit – und ein zentraler Teil der Arbeiterklasse. Ihre Unterdrückung ist eng mit den kapitalistischen Eigentums- und Machtverhältnissen verbunden. Wer sie überwinden will, muß dieses System überwinden. Wir lassen uns nicht spalten – nicht entlang von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status. Wir machen nicht mit beim Treten nach unten, beim Ausspielen von Armen gegen Migranten, von Beschäftigten gegen Erwerbslose. Der Internationale Frauentag ist kein Tag der Blumen und Gratulationen. Er ist ein Kampftag.
Darum:
Frauen auf die Straße am 8. März – weltweit!
Unterstützt den Generalstreik am 9. März!
Frauenkampf ist Klassenkampf – für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für den Sozialismus.
Wir haben nur unsere Ketten zu verlieren – aber eine Welt zu gewinnen.

Cornelia















